Abodienste, ein heimliches Geldgrab

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Kosten
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fällt auf, dass Abodienste immer mehr in Mode kommen. Ob Streaming-Anbieter wie Netflix oder Disney+, Musikdienste wie Spotify oder Deezer, der Handyvertrag, der Cloud-Speicher, die Sitzheizung bei BMW, der Online-Rezeptdienst für den Thermomix oder die kommende KI-Funktion von Alexa – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Das Abo-Modell hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen: Unternehmen verdienen stetig an wiederkehrenden Zahlungen, und für die Kundschaft bedeutet es bequemen Zugang zu Leistungen und Produkten. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen – schließlich ist es legitim, für angebotene Dienste Geld zu verlangen.
Doch summieren sich diese monatlichen oder jährlichen Kosten schnell, oft unbemerkt. Man merkt es erst, wenn plötzlich weniger Geld zur Verfügung steht. Und nicht wenige dieser Abos sind eher Luxus als Notwendigkeit.
Es gibt eine Vielzahl an kostenlosen Alternativen: Radiosender, Fernsehsender, Mediatheken und Online-Rezepte, uvm. stehen frei zur Verfügung. Daher lohnt es sich, regelmäßig die eigenen Abos zu hinterfragen: Brauche ich das wirklich noch? Nutze ich es überhaupt?
Schon jetzt sind unsere Fixkosten hoch, und an vielen davon kommen wir kaum vorbei – sei es die Rundfunkgebühr, der Handyvertrag oder der Internetanschluss. Angesichts steigender Wohnkosten und hoher Ausgaben für Mobilität kann es sinnvoll sein, zumindest an dieser Stelle gezielt zu sparen. Denn auch kleine Beträge summieren sich mit der Zeit.
Spätestens wenn man für eine Sitzheizung im Auto von BMW ein Abo abschließen soll, wird es absurd. Ähnlich verhält es sich mit dem Lottospielen – bestenfalls eine Investition in Hoffnung, aber kaum in einen unwahrscheinlichen Gewinn.
Letztlich ist es gar nicht so schwer, hier bewusst gegenzusteuern und die eigenen Kosten im Blick zu behalten.